über zwangsbeglückt

Am Anfang war es noch zu ignorieren. Die anbiedernden Ovationen der lokalen Politik zur Begrüßung, die ersten Fanclubs und die immer devoter werdende lokale Presse. Irgendwann konnte man die Leipziger Volkszeitung aber nicht mehr vom Stadionheft unterscheiden.  Dann noch dieses unsägliche Mateschitz-Interview. Es reichte einfach.

Dieses Blog soll vor allem beobachten und kommentieren: Wie RB in der Stadt Leipzig, im lokalen, deutschen und internationalen Fußball agiert, was seine Macher unter Sport verstehen und was unter Wettbewerb, und wie die Medien darüber (nicht) berichten.

Das Ganze ist natürlich kein Anti-Blog. Wir haben in diesen Ratgeberbüchern gelesen, dass man sich nicht über negative Bindungen definieren soll. Deshalb sind wir nicht dagegen, sondern dafür. Dafür, dass nicht nur hier und da mal ein RB-kritischer Artikel erscheint. Dafür, dass es Positionen zwischen Traditionalismus und rot-weißer Parteitagseuphorie gibt. Kurz: Wir sind dafür, ganz entspannt dagegen zu sein.

Leipzig verdankt Dietrich Mateschitz nicht nur einen wunderbaren Fußballverein, ein ins Landschaftsschutzgebiet gepflanztes Trainingszentrum und überhaupt fast alles seit seiner Gründung. Sondern auch den Namen dieses Blogs. Als nämlich die DFL die Lizenzerteilung zur zweiten Liga mit einigen Auflagen versah, drohte Mateschitz mit seinem Rückzug aus dem Fußball und garnierte dies mit den Worten: „Gestatten Sie mir ein offenes Wort: Wir wollen niemanden zwangsbeglücken, das haben wir ehrlich gesagt auch nicht nötig.” Wir waren ganz verzaubert. Besser hätten wir es nicht ausdrücken können.

Über uns

zwangsbeglückt setzt sich aus ziemlich genau einer handvoll fußballbegeisterter Leipziger zusammen. Jeder von uns ist irgendwie mit dem hiesigen Flickenteppich des Fußballs verwoben: als aktiver Fußballer, Vereinsvorstand, engagierter Fan, sportpolitisch Informierter oder wissenschaftlicher Beobachter. Das ergibt eine schräge Mischung aus Wissen und Meinung, von Hintergrundinformationen und Plakativem. Vermutlich sind dabei auch Emotionen im Spiel. Und eine kritische Haltung gegenüber RB Leipzig.

3 Gedanken zu „über zwangsbeglückt“

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